Kulinarische Bibelwoche
Aus der Sicht eines Teilnehmers: Kulinarische Bibelwoche (16.-20 November 2009) zum Thema „Kampf und Segen“
Im Mittelpunkt der Bibelwoche standen die Jakob – Esau – Erzählungen. Es sind die Geschichten von den Vätern, aber auch den Müttern, des Volkes Israel aus dem 1. Buch Mose. Das Thema „Kampf und Segen“ trifft den inhaltlichen Punkt dieser Erzählungen.
Am ersten Abend stand das gemeinsame Zubereiten von verschiedenen Speisen auf dem Plan. Kochbegeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren mit großem Eifer bei der Sache und bereiteten gewürzte Kichererbsensuppe, Esaus rote Linsensuppe und Huhn in Weißwein zu. Während der Duft der garenden Speisen durch die Gemeinderäume zog, stand auf der inhaltlichen Speisekarte das Thema „Rivalität der Zwillingsbrüder Jakob und Esau und der Verkauf des Erstgeburtsrechts“.
Zwischenzeitlich wurden die fertigen Gerichte aufgetragen und es hatte allen vorzüglich geschmeckt.
Der darauf folgende Abend befasste sich inhaltlich mit Jakobs Flucht, nachdem er sich den Erstgeburtssegen, welcher ja eigentlich seinem Bruder Esau zustand, von Isaak, seinem Vater, erlistet hatte. Die Bibelstelle dazu wurde erst gelesen und dann frei und mit sogenannten „Egli-Puppen“ als Rollenspiel nacherzählt.
Beeindruckend war das erdachte Streitgespräch zwischen Rebekka, der Mutter der beiden Brüder, und dem betrogenen Esau. Während die Mutter, die als Komplizin Jakob half den Erstgeburtssegen zu erschleichen, ihren Sohn wirklich sehr eindrucksvoll um Rechtfertigung und Verständnis anflehte, wurde Esau ebenso ergreifend dargestellt mit Wut im Bauch, Enttäuschung, Verzweiflung und auch mit Trauer über das Verhalten seiner Mutter und seines Bruders.
Auch der Gottesdienst in der Mitte der Woche am Buß- und Bettag war geprägt von der Geschichte Jakobs.
Am vierten Abend fand dies seine Fortsetzung mit der Flucht Jakobs und seinem Traum von der Treppe, deren Spitze bis an den Himmel reichte und Boten Gottes an ihr auf und ab stiegen.
Der letzte Abend war geprägt von dem Kampf Jakobs am Jabbok mit einem Unbekannten und von der Furcht Jakobs vor seiner Rückkehr in die Heimat und vor seinem Bruder Esau. Hier ging es um Versöhnung der Brüder sowie um Gottes Verheißungen und deren Erfüllung.
Eine eindrucksvolle Woche ging zu Ende und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten das Gefühl, dass ihnen Gott und seine Wege, die er mit den Menschen geht, ein Stück näher gebracht wurden.
Von Robert Haas
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